Hallo Leipzig, die Schützinnen kommen!


Es war wieder einmal soweit. Die alljährliche Tagesfahrt des Kreisschützenverbandes stand an. Vier Busse, genauer gesagt, drei Busse und ein Doppeldecker gingen auf Fahrt.

Pünktlich ging die Abfahrt los. Zwar noch früh am Morgen (6.45 Uhr) waren doch alle guter Laune. Wir saßen mit dem Lammer Schützinnen im „oberen Deck“ des Busses. Erst ein bisschen beschwerlich, denn für große Leute war es eine echte „Herausforderung“. Das tat der guten Laune aber keinen Abbruch. Nach viermaligen „Stoßen“ habe auch ich gemerkt, dass man gebückt gehen muss. Damit der Kreislauf angeregt wurde, gab es erst einmal ein paar „Sektrunden“. Ansprachen und lustige Vorträge aus dem „Unterdecke“ belohnten wir mit heftigen „Fußtramppeln“. Wie auch sonst !

Die Besuche zwischen der „oberen und unteren Etage“ trugen bestens zur Verständigung bei.

Nach der ersten Pause in Plötzetal ging es weiter und dann wurde im Bus gefrühstückt. Glaubt mir, das geht wunderbar. Und gefehlt hat es auch an nichts. Von Brötchen, Gurken, schönsten Belag, hatten wir alles mit. Bestückt mit Frühstücksbrett und Besteck auf dem Schoß wurde geduldig gewartet, bis durch die „Maurerschlange“ das Entsprechende zu einem gelangte. So sind eben die Watenbütteler Frauen.

Schon erschien das alte Messegelände der Stadt Leipzig und bald waren wir am Bahnhof. Hier stieg unsere Reiseleiterin ein, die uns durch eine zweistündige Stadtführung begleitete. Wir erfuhren sehr viel Wissenswertes. Wusstet Ihr, dass Leipzig 40.000 Studenten beherbergt? Das faszinierende Völkerschlachtdenkmal zeigte sich uns bei herrlichem Sonnenschein. Wir sahen schöne Wohnviertel, eine Speicherstadt die an Hamburg erinnert und vieles mehr. „Altes und Neues“ aus der Geschichte wurde uns hinreichend erläutert. Unter anderen auch nette Spitznamen.

Welche, hier zwei Beispiele:

Kohlrabizirkus = Gemüsemarkt

Weisheitszahn= Rundfunkgebäude

Nach der Stadtführung ging es, wer wollte, zum Essen in den „Auerbachs Keller“. Wunderschön die alten Zeichnungen an den Wänden, das ansprechende Gewölbe. Hier kann man sich gut vorstellen, dass Goethe zu seinem „Faust „inspiriert“ wurde. Das Essen war vorzüglich, wenn auch mit etwas Geduld verbunden. 120 Frauen wollen erst einmal bedient werden.

Dann hatten wir Freizeit und wir Watenbüttelerinnen go Leipzig.

Zuerst kam das kulturelle Programm. Dazu gehörte auch die Thomaskirche, wunderschön. Man dachte gleich an die Montagsdemos der Bürger der ehemaligen „DDR“. Der Bahnhof war auch ein wichtiger „Bestaunungspunkt“.Wir staunten, wie sich Leipzig in den letzten Jahren doch „gemausert“ hat.

Aber… wir wären keine Frauen, würden wir an den Geschäften still vorbeigehen. So manche kam um 17.00 Uhr zum Abfahrtsplatz mit einigen Tüten. (Ich auch!!)

Bevor wir in den Bus einstiegen, hörten wir uns noch ein kleines Platzkonzert an. Das spielten einigen Jugendliche auf dem Parkplatz. Wunderschön, aber leider nicht nur für uns.

Eine gelungene Tagesfahrt. Gute Laune, stressfrei und zur Gemeinschaft wunderbar beigetragen.

In diesem Sinne bis zur nächsten Fahrt.

Es grüßt Euch

Eure Christa